Tarifverhandlungen: DStGB warnt vor überflüssigem Muskelspiel zu Laster der Bürger

von Dorfinfo Euro-Press - - Veröffentlicht am 23. 01 2017
Berlin (ots) – Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die Gewerkschaft Verdi aufgefordert, mit Blick auf die am kommenden Donnerstag in Potsdam beginnenden Tarifverhandlungen für Kommunen und den Bund auf Drohungen zu Lasten von Bürgern und Eltern zu verzichten. „Tarifverhandlungen sollten in sachlicher und konsensorientierter Atmosphäre stattfinden. Drohungen, bevor die Verhandlungen begonnen werden, machen nur Stimmung und bringen in der Sache nichts. Die immer gleichen Tarifrituale müssen endlich überwunden werden“, sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg heute in Berlin.

Der DStGB warnt vor überzogenen Forderungen, die nicht nur falsche Erwartungen wecken, sondern gleichzeitig Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst gefährden können.

Die von den Gewerkschaften bereits geforderte Erhöhung in Form von 100 Euro als Sockelbetrag und 3,5 Prozent zusätzliche Steigerung ist unrealistisch. Die Gehälter würden dann im Schnitt um 7,14 Prozent und in der Spitze sogar um bis zu 10,2 Prozent steigen. Die Forderungen würden insgesamt zu Mehrausgaben von 6 Milliarden Euro führen. Das ist für die Kommunen nicht leistbar und überspannt den finanziellen Spielraum der Städte und Gemeinden bei weitem. Auch der angebliche Nachholbedarf des öffentlichen Dienstes besteht in Wirklichkeit nicht. Schon heute sind die Tariflöhne des öffentlichen Dienstes gerade für einfachere Tätigkeiten erheblich höher als in vergleichbaren Branchen der Privatwirtschaft. Bei der Müllabfuhr besteht ein Tarifgefälle von fast 32 Prozent und im Nahverkehr macht das Tarifgefälle 25 Prozent aus. Damit besteht die große Gefahr, dass die Kommunen unter den Druck geraten, diese Aufgaben zu privatisieren. Das ist letztlich weder im Sinne der Beschäftigten, noch im Interesse der Kommunen.

Pressekontakt: Kontakt:

Franz-Reinhard Habbel Sprecher des DStGB Tel.: 030/77307-225 0172-2402723 E-Mail: Franz-Reinhard.Habbel@dstgb.de

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