Einsatz für die Umwelt wird anerkannt -
Regierungspräsident vergibt Naturschutzpreis
Arnsberg (Hochsauerladn) Sechs stolze Gewinner gab es am 07. September 2009 bei der Verleihung des Naturschutzpreises der Bezirksregierung Arnsberg. Regierungspräsident Helmut Diegel verlieh die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen der 2. Naturschutzkonferenz.
Über das Preisgeld in Höhe von je 3000 Euro freuen sich die Schülerinnen und Schüler der Luzia-Grundschule in Meschede-Berge und die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz (AGU) Schwelm. Für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Naturschutz erhielten darüber hinaus Karl-Heinz Albrecht aus Unna, Gerhard Hallmann aus Dortmund, Alfons Nagel aus Hamm sowie Alfons Neugebauer - ebenfalls aus Dortmund - ein Preisgeld in Höhe von je 1000 Euro.
Die ausgezeichneten Projekte reichen vom Gewässerschutz bis hin zu lokalen Artenschutzprogrammen für Amphibien und Reptilien, für Vögel genau so wie für den Erhalt einer natürlichen Pflanzenwelt.
Die Schülerinnen und Schüler der Luzia Schule in Meschede-Berge sind Paten eines Abschnittes des Arpe-Baches, der in unmittelbarer Nähe ihrer Schule verläuft. Mit vereinten Kräften von Schülern, Lehrerkollegium und Schulpflegschaft konnten sie die örtliche Fischereigenossenschaft von ihrem Konzept überzeugen, dass Gewässer immer wieder mit den verschiedensten Lerninhalten und auch als Unterrichtsort in den Schulalltag einzubeziehen.
Unter dem Motto "Wir sind selbst verantwortlich für unsere Umwelt" ist die Schule inzwischen Pächter eines Abschnittes des Arpebaches.
Die Schüler nehmen ihre Verantwortung ganz praktisch wahr: sie setzen Fische ein, säubern und untersuchen das Gewässer und können die unterschiedlichste Lerninhalte am "lebenden Objekt" erfahren.
Im Mittelpunkt der Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz (AGU) Schwerte steht die ökologische Umgestaltung eines 5,7 ha großen Geländes, das der Verein 1989 übernommen hat und wo inzwischen ein Biotopverbund mit Vogelschutzhecken, einer Wandrandgestaltung, Hochstaudenfluren, Feldgehölzen und eine Streuobstwiese angelegt werden konnten. Zahlreiche Pflanzen und Tiere haben sich hier inzwischen eingefunden, die in dieser Konzentration und Vielfalt selten anzutreffen sind.
Landankauf für den Naturschutz ist die Devise unter der Karl-Heinz Albrecht aus Unna im Laufe der Jahre viele Mitstreiter gewinnen konnte. Der Grundstein für diese erfolgreiche Initiative wurde bereits 1988 gelegt. Die Idee von Karl-Heinz Albrecht war, Land für den Natur- und Landschaftsschutz im heimischen Raum zu kaufen und hierfür Geldspenden zu sammeln. Hierzu wurde - immer mit dem großen Einsatz von Karl-Heinz Albrecht - die Stiftung "Öko-Zelle am Ahlbach" gegründet.
Bis heute wurden neben dem ersten privat erworbenen Grundstück "Rebhuhnnacker" 22 weitere Grundstücke erworben. Seit Oktober 1988 haben über 1100 Einzelspenden und die Beiträge der NABU Mitglieder einen Geldbetrag in Höhe von 230.000 Euro erbracht. Jeder Spender erhält eine Stiftungsurkunde, in der der Name des Spenders und die Größe des erworbenen Grundstücksanteils verzeichnet ist. Mit diesen Eigenmitteln sowie Landesmitteln und Geldern der NRW-Stiftung konnten bisher 315.470 Quadratmeter erworben werden und stehen somit für Naturschutzbelange zur Verfügung.
Heimischen Amphibien und Reptilien gilt das Interesse von Gerhard Hallmann aus Dortmund. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass die Wiederansiedlung einer Ringelnatterpopulation im Naturschutzgebiet "Im Siesack" gelungen ist. Mit seiner Hilfe wurden wissenschaftliche Methoden für die Um- bzw. Wiederansiedlung, zur Rettung und zum Schutz der Ringelnatter vorgeschlagen und entwickelt. Für das langjährige Engagement von Herrn Hallmann standen und stehen keinerlei öffentliche Mittel zur Verfügung, so dass er seinen Einsatz aus der eigenen Tasche finanziert.
Ebenfalls aus Dortmund kommt Reinhold Neugebauer, der seit 1976 die Pflege- und Ausgewöhnungsstation für Wildvögel des NABU zu seiner Sache gemacht hat.
Das Ziel dieser Station ist es, kranke, verletzte oder verwaiste Vögel nach ihrer Gesundung wieder in die Natur zu entlassen.
Der 74-jährige Alfons Nagel aus Hamm ist ein Naturschützer, dessen Engagement insbesondere bedrohten Tierarten gilt. Er wirbt in persönlichen Gesprächen mit Grundbesitzern, Landwirten, Jägern und Interessierten oder bei Führungen für die Belange der Natur. Sein Interesse gilt dabei besonders zahlreichen Vogelarten wie Steinkäuzen, Schleiereulen, Baum- und Wanderfalken, Eisvögeln, Mauerseglern, sowie Fröschen oder Fledermäusen. Es geht dabei stets darum, die bestehenden Bestände zu erhalten, Brut- und Nistplätze zu pflegen oder anzulegen und für die Belange bedrohter Tierarten zu werben.
« zurück
Permanenter Link zu dieser Meldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Webseite auf Dorfinfo.de linken. Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht Dorf!nfo.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich!
Weitere aktuelle Meldungen bei www.dorf!nfo.de :
Strackenhof in Endorf das ältesten Steinhauses im Kurköllner Raum
Das neue x-tra-Heft für den Herbst 2010 ist da
Wanderung und Kartoffelbraten mit den Freunden der Völkerbegenung (FdV)
7. Etappe von Herborn nach Sundern, 212 km
Mit der Radroute des Monats September durch Enser Landschaften
Kanalreinigung- und TV-Untersuchungsarbeiten
Reflektoren von Leitpfosten gestohlen
Seite empfehlen »









