100 Vorschläge für bessere Integration
Märkischer Kreis. Mehr als 100 Vorschläge und Handlungsempfehlungen für ein Integrationskonzept erarbeiteten die verschiedensten Akteure im Rahmen der Integrationskonferenz beim Märkischen Kreis. "Integration verbindet – gemeinsam in die Zukunft" lautete das Motto. Über 100 Teilnehmer aus Verbänden, Vereinen, Städten und Gemeinden hatten sich seit Oktober vergangenen Jahres mit möglichen Inhalten für das Konzept beschäftigt. Am Donnerstag, 26. Februar 2009, stellten sie anlässlich der Abschlusskonferenz im Lüdenscheider Kreishaus die Ergebnisse ihrer Arbeit vor.
"Sie haben einen wichtigen Beitrag für die Integrationsarbeit im Kreis geleistet. Dafür danke ich ihnen auch im Namen von Landrat Aloys Steppuhn", zollte Bernd Skowronnek, Fachbereichsleiter "Zentrale Dienste" beim Kreis, den engagierten Akteuren Lob. Die Ideen würden jetzt dem Landrat vorgelegt, der Kreis werde die Vorschläge auf deren Umsetzbarkeit prüfen. Es werde ein Konzept erarbeitet, das dann dem Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt werde.
In jeweils unterschiedlicher Zusammensetzung hatten sich die Projekt-Teilnehmer unter fachkundiger Moderation unter anderem mit Bildungschancen für Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien,

Arbeitsmarktintegration von Migranten, Gesundheitsvorsorge, Kontakt mit Verwaltung und Beratungsstellen sowie einen verbesserten Dialog miteinander beschäftigt Zum Einstieg in die Abschlusskonferenz hatte Bernd Grunwald, zuständiger Projektleiter beim Kreis, noch einmal auf den dringenden Handlungsbedarf für abgestimmte und vernetzte Integrationsmaßnahmen hingewiesen. So seien beispielsweise Menschen mit Migrationshintergrund deutlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Schulabschlüsse der ausländischen Jugendlichen seien im Vergleich zu ihren deutschen Altersgenossen durchschnittlich schlechter. Weil Integration nur gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Gruppen funktioniert, mit Zuwanderern und Einheimischen, müssen auch die wichtigen Integrationsziele gemeinsam diskutiert und abgesprochen werden.
Unter der Moderation von Bülent Arslan vom Imap-Institut Leverkusen, der das vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW geförderte Projekt begleitete, versammelten sich die gut 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Abschlusskonferenz noch einmal in mehreren Gruppen, in denen die Ergebnisse der Arbeit der vergangenen Monate vorgestellt und diskutiert wurden.
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