Busfahrgäste der RLG profitieren von der Innovation der Fachhochschule Münster
Hochsauerland. Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG) und Fachhochschule Münster entwickeln neue Funktionen für den mobilen Fahrplan „moFahr“
Münster. Mobile Navigation liegt im Trend. Ein Vorteil dieser innovativen Technik kommt bald auch den Busfahrgästen in der Ruhr-Lippe-Region zugute. Pünktlich zum Jahresanfang wird „moFahr“, der mobile Fahrplan für das Handy, die nächstgelegenen Haltestellen per Satellitenortung finden. Fahrgäste der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG), die über ein GPS-fähiges Handy verfügen, können sich dann automatisch die nächstgelegenen Haltestellen anzeigen lassen. Hierbei wird auch über die Entfernung zu den Haltestellen informiert. Mit der Auswahl einer der vorgeschlagenen Haltestellen ermittelt moFahr die nächsten Fahrtmöglichkeiten.
Immer mehr Mobiltelefone verfügen über eine GPS-Funktionalität. „Was lag also näher, als diese Technologie auch für andere Anwendungen zu nutzen und in die Software des mobilen Fahrplans zu integrieren“, so Prof. Dr. Gernot Bauer vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster. Den am moFahr-Projekt beteiligten kommunalen Verkehrsunternehmen aus der Ruhr-Lippe-Region und dem Münsterland wurde die neueste Generation der moFahr-Software nun im Rahmen eines Bachelorkolloquiums vorgestellt. In seiner Bachelorarbeit hat sich Moritz Prinz, Student an der

Fachhochschule Münster, unter anderem mit den Anforderungen der GPS-gestützten Haltestellensuche auseinandergesetzt und technische Lösungen entwickelt. Die Vielfalt der angebotenen Geräte und die Erfahrung, dass sich die zahlreichen Hersteller nicht immer an technische Standards halten, haben ihm die Sache nicht einfacher gemacht.
Die Vertreter der RLG und des Hochsauerlandkreises zeigten sich bei dieser Abschlussprüfung im Hause der Westfälischen Verkehrsgesellschaft mbH (WVG) in Münster beeindruckt und freuen sich über die erfolgreiche Fortsetzung dieses Kooperationsprojektes mit dem Labor für Software Engineering der Fachhochschule Münster. „moFahr ist ein sehr gutes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule mit ihrer Forschung und Lehre und der Wirtschaft. Hiervon profitieren alle Partner und vor allem unsere Fahrgäste, weil sie die neuesten technischen Funktionen nutzen können“, so Werner Linnenbrink, Prokurist der WVG, die das Projekt für die beteiligten Verkehrsunternehmen koordiniert. Und Prof. Bauer ergänzt: „Die Kooperation ermöglicht es uns, den Studenten der Fachhochschule die Inhalte und Forschungsgegenstände sehr praxisnah zu vermitteln. Wissenschaftliche Abschlussarbeiten wie die von Herrn Prinz haben einen hohen Anwendungsbezug.“
Seit März 2006 wird moFahr von der RLG angeboten. Dass dieser mobile Fahrplan bei den Fahrgästen gut ankommt, belegen die Abrufzahlen. So wurden im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest seit Projektbeginn über 4.600 Handy-Fahrpläne heruntergeladen. Auskunft darüber, wie die Fahrplandaten in das Handy gelangen, gibt die Internetseite der RLG. Unter www.rlg-online.de sind alle Informationen zu moFahr zu finden.
Bei einem dürfte sich moFahr besonders nachhaltig im Gedächtnis festgesetzt haben. Für Moritz Prinz hat moFahr einen nicht unerheblichen Anteil an seinem erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiums an der Fachhochschule Münster. So viel sei verraten: Die Note für seine Arbeit dürfte ihm seinen weiteren beruflichen Werdegang erleichtern.
Foto: Prof. Gernot Bauer und Moritz Prinz von der Fachhochschule Münster zeigen RLG-Prokurist Werner Linnenbrink die neuen Funktionen des mobilen Fahrplans auf dem Handy.
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