Rheinische Post: Kommentar: Kastration ja, Steuer nein

von Dorfinfo Euro-Press - - Veröffentlicht am 23. 01 2017
Düsseldorf (ots) – Wer Katzen liebt, mag oft keine Hunde. Und umgekehrt. Dass Hundebesitzer für ihren Liebling besteuert werden und Katzenbesitzer nicht, trägt nicht zum allgemeinen Frieden bei. Um die Gemüter zu erhitzen, muss man also nur den Begriff Katzensteuer bemühen. Dabei ist ein solcher Obolus wenig sinnvoll. Ins Feld geführt wird er als Strafzoll dafür, dass Katzen meuchelnd durch die Felder ziehen, Singvögel ausrotten und das Artensterben befördern. Ob das so ist, sei dahingestellt. Als Mäusejäger waren und sind sie auf jeden Fall geschätzt. Aber sei’s drum: Eine Steuer wird am Verhalten freilaufender Katzen nichts ändern. Sie zu erheben, ist ein bürokratischer Verwaltungsakt, der womöglich mehr Geld verschlingt, als er einbringt. Und er trifft auch all die Katzenbesitzer, die ihren Stubentiger nie aus derselben lassen. Warum sollten sie zahlen? Dann müsste auch eine Kaninchen- oder Hamstersteuer erhoben werden. Steuer nein, Kastrationspflicht ja. So ließe sich die Zahl der Streuner reduzieren. Übrigens: Auch mit Steuer werden Katzen und Hunde keine Freunde.

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