Märkischer Kreis: Jeder „Märker“ produziert 494 Kilogramm Müll im Jahr

von Hans-Cramer - - Veröffentlicht am 28. 06 2017

Ausschuss besichtigt Deponie Lösenbach

Die Ausschussmitglieder auf der Deponie Lüdenscheid-Lösenbach. Foto: Anja Möhnle/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk). Jeder „Märker“ produziert im Jahr durchschnittlich 494 Kilogramm Müll. Das geht aus der jüngsten Siedlungsabfallbilanz hervor, die den Mitgliedern des Ausschusses für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung bei deren Sitzung vorgelegt wurde. Vor der Sitzung besichtigten die Kreispolitiker die Deponie Lüdenscheid-Lösenbach.
Kreisgrenzen übergreifender Gewässerschutz, die Zwischenbilanz des Projektes „ÖKOPROFIT“ Märkischer Kreis, die Siedlungsabfallbilanz , das Abfallwirtschaftskonzept sowie der Jahresbericht der Verbraucherzentrale waren die zentralen Tagesordnungspunkte der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung. Vor Einstieg in die Tagesordnung im Lüdenscheider Kreishaus hatten die Kreispolitiker die Deponie Lüdenscheid-Lösenbach besichtigt.
Knapp 353.000 Tonnen betrug das Abfallaufkommen im Märkischen Kreis im vergangenen Jahr insgesamt. Das geht aus der von der Verwaltung vorgelegten Siedlungsabfallbilanz hervor. Das Gesamtaufkommen stieg um gut 24.000 Tonnen. Die Privathaushalte haben daran einen Anteil von gut 205.000 Tonnen. Jeder Einwohner des Märkischen Kreises produziert somit statistisch 494 Kilogramm Müll pro Jahr. Um 6,4 Prozent auf 110.000 Tonnen angestiegen ist der Anteil von Bauschutt. Ein Beleg für die zugenommene Bautätigkeit.
Einstimmig beschlossen wurde das Abfallwirtschaftskonzept. Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper wies in dem Zusammenhang auf die positive Entwicklung der kommunalen Abfallgebühren hin. Das sind die Preise, die der Märkische Kreis den Städten und Gemeinden in Rechnung stellt. Sie sanken beispielsweise beim Haus- und Sperrmüll von 225,63 Euro je Tonne im Jahr 2000 auf 180,22 Euro je Tonne im vergangenen Jahr.

Ebenso geschlossen votierten die Ausschussmitglieder für die Festsetzung des Wasserschutzgebietes „Allendorf“ in Sundern und Neuenrade. Zum Schutz der Wasserversorgung der Stadt Sundern hat die Untere Wasserbehörde des Hochsauerlandkreises ein 284 Hektar umfassenden Wasserschutzgebiet erarbeitet. 71 Hektar davon liegen auf dem Gebiet der Stadt Neuenrade. Deshalb sind die Gremien des Märkischen Kreises zu beteiligen.

Lebensmittelverschwendung, Lärm und Verpackungsmüll: Das waren zentrale Themen der Verbraucherberatung NRW im vergangenen Jahr. Deren Umweltberater Michael Lücker, Bernhard Oberle und Viola Link stellten ihre Jahresbilanz vor. Sie kündigten das Projekt „Klimaexpedition“ für die 4. Klassen der Grundschulen an. Die Jungen und Mädchen sollen in Kooperation mit der Klimaschutzbeauftragten des Kreises für die Themen Klimawandel, Strom sparen, Mobilität zur Schule sowie Recycling sensibilisiert werden.

Zufrieden ist die Kreisverwaltung mit dem Projekt „ÖKOPROFIT Märkischer Kreis 20165/2017“. Ziel des Projektes ist die nachhaltige, ökonomische und ökologische Stärkung von kleinen und mittleren Unternehmen. Mit Halver, Hemer, Iserlohn, Lüdenscheid und Plettenberg beteiligen sich fünf kreisangehörige Kommunen, sechs Unternehmen, ein Seniorenzentrum und zwei kreiseigene Berufskollegs. Bei einer Abschlussveranstaltung am 5. September sollen die Ergebnisse präsentiert werden.

Ausschussvorsitzender Marcus Tillmann und Klimaschutzbeauftragte Petra Schaller zogen die Gewinner des Aktionstages. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Vor Einstieg in die Tagesordnung betätigte sich Ausschussvorsitzender Marcus Tillmann noch als Glücksfee. Er zog aus den insgesamt 46 Teilnehmerkarten die zehn Gewinner, die beim 2. Aktionstag Mobilität auf dem Sternplatz in Lüdenscheid mitgemacht hatten. Die Sieger werden in den nächsten Tagen benachrichtigt.

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