Klinikum Arnsberg ist zukunftsfest

von Dorfinfo Lokal Press - - Veröffentlicht am 10. 03 2017

„Unser Anliegen ist es, die medizinische Gesundheitsversorgung in unser Region demographiefest zu machen.“ Mit diesen Worten beschrieb Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung der Klinikum Arnsberg GmbH, die künftige Arbeit des heimischen Krankenhauses. Auf Einladung der CDU Hüsten sprach Kemper auf der dortigen CDU-Bürgerversammlung zum Thema „Herausforderungen im Hochsauerlandkreis – Die Gestaltung der Krankenhausstruktur unter Berücksichtigung des Klinikums Arnsberg“.

Die große Fläche des Hochsauerlandkreises, eine geringe Hausarztdichte, fehlende Intensivbetten und eine älter werdende Gesellschaft seien die Herausforderungen, vor die das Klinikum Arnsberg gestellt sei. Bisher, so Kemper, würde fast ein Viertel aller Patienten wegen der unzureichenden Versorgungsstrukturen in Krankenhäusern außerhalb des Hochsauerlandkreises behandelt. Diesem Trend gelte es entgegenzuwirken. Ziel sei es, mehr Patienten im Hochsauerland in den bisher unterversorgten Bereichen zu behandeln. Hier sei das Klinikum Arnsberg auf gutem Weg. Seit der Fusion der drei Arnsberger Krankenhäuser im Jahr 2011 seien 6.000 Patienten mehr stationär versorgt worden. Gleichzeitig sei auch die Zahl der Mitarbeiter gestiegen.

Kritisch setzte sich Werner Kemper mit den politischen Vorgaben an die Krankenhäuser auseinander. Die Einhaltung von Mindestmengen an Operationen und das dauerhafte Vorhalten einer festen Anzahl von Fachärzten in einzelnen Disziplinen könnten kleinere Häuser nicht mehr erfüllen. Die führe zu einer Schließung ganzer Abteilungen bis hin zu einer Konzentration der Krankenhäuser. Hinzu komme, dass das Land Nordrhein-Westfalen die Krankenhäuser finanziell schlecht ausstatte. Im bevölkerungsreichsten Bundesland fehlten allein eine Milliarde Euro für die Durchführung von Investitionsmaßnahmen. Das Klinikum Arnsberg erhalte hierfür vom Land jährlich lediglich einen Betrag drei Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund erteilte Kemper der Forderung nach dem Bau eines Zentralklinikums eine Absage. „Die Zusammenführung aller drei Krankenhäuser an einem Standort wäre wünschenswert, ist jedoch finanziell nicht darstellbar. Ein zentraler Neubau kostet rund 250 Millionen Euro, die allein vom Klinikum aufgebracht werden müssen. Das Geld haben wir nicht. Wir bekommen es weder vom Staat noch von den Krankenkassen“, erklärte der Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Arnsberg.

Gemeinsam mit den Krankenhäusern in Meschede und Winterberg hat das Klinikum Arnsberg ein Konzept erarbeitet, das unter anderem eine Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Ärzten und Pflegekräften vorsieht. Auch ist es künftig möglich, dass Fachärzte aus den drei beteiligten Krankenhäuser Patienten gemeinsam behandeln, um dadurch eine Verlegung in Kliniken außerhalb des Hochsauerlandkreises zu vermeiden.

Hüstens CDU-Ortsverbandsvorsitzender Dr. Gerhard Webers gab sich zuversichtlich, dass das Klinikum Arnsberg aus der Zusammenarbeit gestärkt hervorgeht und zukunftsfest gemacht wird.

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